
Kredit-Regulierung: Strengere Regeln für Verbriefungen
Die Verbriefung von Forderungen und ihr Weiterverkauf am Finanzmarlt gelten als eine der Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ausgehend von toxischen US-Immobilienkrediten hatten ausfallgefährdete Darlehen sich in den Bilanzen quer durch alle Banken weltweit ausgebreitet. Die schwarz-gelbe Koalition hat nun strengere Regeln für die Banken beschlossen.
Für Banken hat die Verbriefung von Kreditforderungen Vorteile. Sie können auch langfristige Engagements schnell zu Geld machen und dadurch ihre Bilanzen entlasten. Werden bei der Verbriefung jedoch Ramsch-Papiere mit hochwertigen Schuldverschreibungen gemischt, kommt es zu den mittlerweile hinlänglich bekannten Problemen.
Banken müssen in Zukunft deshalb einen Teil der verbrieften Forderungen selbst behalten. Es soll nicht mehr möglich sein, einen Kredit zu vergeben und sich von dessen weiterem Verlauf vollständig abzukoppeln. Von 2012 an beträgt dieser Selbstbehalt 10 Prozent des Verbriefungsvolumens. Der Selbstbehalt soll dann auch auf EU-Ebene durchgesetzt werden. Darauf will Berlin hinarbeiten.
Die Gesetzesänderung folgt allerdings bereits einer EU-Richtlinie, die von den nationalen Mitgliedstaaten verlangt, Banken strengere Vorschriften bei den Eigenkapitalstandards und dem Eingehen von Risiken aufzuerlegen.

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Schlagwörter: Banken, Kredite, Verbriefung, strengere Regeln, Kredit Forderungen
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