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Die Signale mehren sich: Kredite werden wieder teurer

Die Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinswende im Kreditgeschäft verdichten sich. Steigende Renditen am Anleihemarkt, sinkende Bank-Ratings und signifikante Zinserhöhungen bei Immobilienkrediten durch mehrere marktführende Institute sprechen für eine Änderung der Marktsituation.

Egal wo man hinschaut. Ob Anleihemarkt, Ratings oder zu den Marktführern. Die Signale mehren sich: Kredite werden wieder teurer.

Ratenkredite ohne Grundbucheintrag sind bislang nicht von der Entwicklung betroffen. Die Zinssenkungswelle der vergangenen Monate ist jedoch bereits vor einigen Wochen zum Erliegen gekommen. Zuletzt fielen mehrere Banken durch die Einstellung ihres Angebots oder die Umstrukturierung ihrer Konditionen auf. Doch schon bald könnten Kredite für alle wieder deutlich teurer werden.

  • Zinswende-Indiz I: Der Anleihemarkt dreht

    Von entscheidender Bedeutung für die Zinsentwicklung im Kreditgeschäft ist die Entwicklung der Renditen am Anleihemarkt. Dass die Zinsen für Kredite in vergangenen Jahren so stark gesunken sind, hängt maßgeblich mit der Flucht vieler Investoren in deutsche Staatsanleihen zusammen. Die starke Nachfrage nach den als „sicherer Hafen“ eingestuften Papieren führte zu steigenden Kursen. Diese sind bei Anleihen gleichbedeutend mit sinkenden Renditen. Zeitweise sanken die Renditen für deutsche Staatsanleihen mit zehn Jahren Restlaufzeit auf unter 0,1 %.

    Doch seit einigen Wochen deutet sich eine Kehrtwende am Anleihemarkt an. Zehnjährige Bundesanleihen notierten am Mittwoch erstmals seit dem vergangenen September mit einer Rendite von 1,0 %. Steigende Renditen bei Staatsanleihen führen zu steigenden Renditen bei Bankschuldverschreibungen, mit denen sich Kreditinstitute am Kapitalmarkt refinanzieren. Steigende Renditen sind aus Sicht der Institute gleichbedeutend mit steigenden Refinanzierungskosten, was sich mit einer relativ kurzen zeitlichen Verzögerung in den Konditionen des Kreditgeschäfts niederschlägt.

  • Zinswende-Indiz II: Die Ratings von Banken geraten unter Druck

    Ein weiteres Indiz für die Zinswende ist die schwächere Einstufung vieler Banken durch Ratingagenturen. So teilte die Agentur Standard & Poors am Dienstagabend mit, die Ratings mehrerer europäischer Großbanken, darunter auch Deutsche Bank und Commerzbank, zu senken. Die Agentur begründet diesen Schritt damit, dass nicht mehr sichergestellt sei, ob die Regierungen Banken im Fall einer Krise mit umfangreichen Hilfen unterstützen würden wie es in der Vergangenheit der Fall war.

  • Zinswende-Indiz III: Bei Immobilienkrediten wurden die Zinsen bereits erhöht

    Seit mehreren Wochen werden die Zinssätze für Immobilienkredite am laufenden Band erhöht. Beispiele aus den letzten Tagen: Die Commerzbank erhöhte die Zinssätze für Baukredite um 0,16 % bis 0,3 %, die Hamburger Sparkasse verlangt nach einer Zinserhöhung 0,17 % bis 0,34 % mehr und die Postbank erhöhte ihre Konditionen um 0,2 %.

    Die Konditionen im Geschäft mit Immobilienkrediten reagieren auf Änderungen am Anleihe- und Pfandbriefmarkt erfahrungsgemäß sehr viel schneller als die Zinssätze für Privatkredite. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Banken Immobilienkredite mit sehr geringen Margen verkaufen müssen. Änderungen bei den Konditionen der Refinanzierung schlagen sich fast 1:1 im Zinssatz für Endkunden nieder. Dennoch: Die steigenden Zinsen werden in sehr kurzer Zeit auch gewöhnliche Ratenkredite betreffen.

  • Zinswende-Indiz IV: Die EZB verkündet, "höhere Schwankungen" in Kauf zu nehmen

    Ein ausgesprochen wichtiger Einflussfaktor für die Zinsentwicklung im Euro-Raum ist die Europäische Zentralbank (EZB). Die EZB versucht seit Jahren, die Zinsen künstlich niedrig zu halten um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen und den Bankensektor sowie die öffentlichen Haushalte der angeschlagenen Euro-Staaten zu entlasten. Zu Beginn des Jahres wurde das größte Anleihekaufprogramm der europäischen Geschichte aufgelegt. Pro Monat kauft die EZB Anleihen im Marktwert von mehr als 60 Milliarden €.

    Dass sich die Zinswende oder zumindest eine Korrektur der größten Übertreibungen am Markt ausgerechnet kurz nach dem Start des Programms ankündigt, ist nicht ganz frei von Ironie. Dennoch scheint es, als wolle die EZB nicht mit allen Mitteln gegen die jüngsten Anzeichen eines Trendwechsels ankämpfen.

  • EZB-Präsident Mario Draghi verkündete in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz gegenüber Investoren, dass diese sich an größere Schwankungen am Anleihemarkt gewöhnen müssten. Das wurde am Markt überwiegend dahingehend interpretiert, dass die Zentralbank Kursverlusten bei Bundesanleihen nicht mehr zwingend entgegentreten wird.

Weitere Konsequenzen einer möglichen Zinswende

Kredite mit variabler Verzinsung sind von der Entwicklung vermutlich nicht betroffen. Die meisten Dispositions- und Rahmenkredite orientieren sich an Referenzzinssätzen wie zum Beispiel dem EZB-Leitzins oder einem großen Geldmarktzins. Diese Zinssätze werden direkt oder indirekt durch die EZB festgelegt und dürften in absehbarer Zeit nicht angehoben werden.

Fernab des Kreditgeschäfts sind mit einer Wende am Anleihemarkt verschiedene Nebenwirkungen verbunden. Insbesondere der Druck auf die Aktienmärkte dürfte wachsen. Je höher die Renditen sicherer Bundesanleihen, desto weniger attraktiv erscheinen dazu in Relation Investitionen in Aktien. Steigende Anleiherenditen führen außerdem zu einem steigenden Wechselkurs des Euro. Diesem steht allerdings die spätestens für den Herbst erwartete Zinswende in den USA entgegen.

Verbraucher sind jedenfalls gut beraten, Finanzierungs- und Umschuldungsprojekte nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Schon seit geraumer Zeit mutmaßen wir, dass Kredite nicht mehr signifikant günstiger werden können. Nun scheint es, als würden sie in absehbarer Zeit spürbar teurer.

Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag wurde sorgfältig recherchiert und gibt den Sachstand vom 12.06.2015 wieder. Neuere Entwicklungen sind im Beitrag nicht berücksichtigt. Eine Haftung für Inhalte wird nicht übernommen.

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Veröffentlicht am: 12.06.2015

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Schlagwörter: Zinswende, Kredite werden wieder teurer, Zinserhöhungen, Anleihemarkt, Ratings

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