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Rücklastschrift: Der Kreditkiller auf dem Girokonto?

Ein Expertenbeitrag von creditolo CEO Christoph zur Nieden

Kaum jemand spricht öffentlich darüber, vielen ist es jedoch schon passiert: Ein Vertragspartner bucht Geld vom Konto ab, ohne dass sich Geld auf dem Konto befindet.

Die Folge: Die Bank löst die Lastschrift nicht ein. Es kommt zu einer sogenannten Rücklastschrift mangels Deckung.

Was auf den ersten Blick eine Lappalie des Alltags sein könnte, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen immer häufiger als Kreditkiller. Banken werten Kontodaten aus – und sehen in Rücklastschriften ein starkes Indiz für die Unzuverlässigkeit potentieller Kreditnehmer. Die Folge: Mit Rücklastschriften auf dem Konto (-auszug) gibt es keinen Kredit.

Stimmt das wirklich? Wie streng sind Banken? Mit welchen Strategien können Verbraucher sich für ihren Kreditantrag wappnen? Besser als Christoph zur Nieden - unser Geschäftsführer - weiß es wahrscheinlich niemand. Deshalb haben wir ihn zum Thema ausgefragt.

Christoph zur Nieden - Geschäftsführer creditolo GmbH zum Thema Rücklastschrift
Christoph zur Nieden - Geschäftsführer creditolo GmbH zum Thema Rücklastschrift

Herr zur Nieden, in den Medien werden Rücklastschriften als „Kreditkiller“ bezeichnet. Was ist da dran?

Nun, falsch ist diese Aussage im Kern nicht. Rücklastschriften auf dem Konto entpuppen sich tatsächlich sehr häufig als Grund für einen abgelehnten Kredit.

Wir Kreditvermittler gehen hier von einem Anteil von mehr als 20% aller Ablehnungen aus.

Rücklastschriften sind damit ein ähnlich wichtiger Ablehnungsgrund wie ein zu geringes Einkommen, zu viele bestehende Verbindlichkeiten oder negative Auskünfte.

Warum führen Rücklastschriften so oft zur Kreditablehnung?

Jede Bank verkauft gerne Kredite. Wenn Anträge abgelehnt werden, liegt dies an der Sorge um die pünktliche Rückzahlung. Ganz falsch liegen Banken hier nicht. Kann ein Kreditnehmer alltägliche Rechnungen schon nicht zuverlässig bezahlen: Wie soll es dann bei einem zusätzlichen Kredit noch funktionieren? Mit dem Kredit wachsen die Belastungen ja meistens (ausgenommen sind vielleicht Umschuldungen).

Rücklastschriften auf dem Konto erwecken einen schlechten Eindruck vom Zahlungsverhalten des Kunden.

Dieser Eindruck ist für Sachbearbeiter immer noch wichtig. Früher gingen Menschen persönlich zu einer Bank, wenn Sie einen Kredit beantragen wollten. Dann wurde der beste Anzug aus dem Schrank geholt, um einen guten Eindruck zu machen. Heute ist der Kontoauszug dieser Anzug.

Also entscheidet der Sachbearbeiter das subjektiv?

Nein auf keinen Fall, so kann man das nicht sagen. Erstens ist jeder Sachbearbeiter bei Banken an die Annahmekriterien des jeweiligen Instituts gebunden. Die Banken geben vor, wie viele Rücklastschriften es geben darf. Wird diese Zahl überschritten, gibt es den Kredit nicht. Sachbearbeiter haben vielleicht einen kleinen Spielraum bei der Bewertung einzelner Rücklastschriften, können aber aus einem „schlechten“ Antragsteller keinen Kreditnehmer machen.

Außerdem kommen immer häufiger Algorithmen zum Einsatz, die ohne menschlichen Blick auf die Kontoauszüge und nur anhand der Umsatzdaten entscheiden. Die subjektive Wahrnehmung menschlicher Sachbearbeiter steht nicht im Mittelpunkt.

Vielmehr verlassen sich Banken auf Statistiken. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Statistiken die Annahmekriterien für Sachbearbeiter bestimmen oder die Zusammensetzung eines Algorithmus. Banken setzen auf das Peer Group Verfahren. Weist ein Verbraucher ähnliche Merkmale auf, wie eine definierte Gruppe anderer Verbraucher, unterstellt dieses Verfahren, dass auch die Bonität ähnlich ist.

Dieser Logik folgend ergibt es Sinn: Wer viele Rücklastschriften auf dem Konto produziert, ist statistisch wahrscheinlich eher in einer Gruppe zahlungsschwacher Verbraucher.

Wenn ein Kreditnehmer bei Bank A eine Rücklastschrift verursacht und bei Bank B einen Kredit beantragt: Wie erfährt Bank B von dem Vorfall?

Jede Bank prüft im Kreditantrag die Kontoauszüge. Wenn Sie also Ihr Konto bei Bank A führen und es dort eine Rücklastschrift gibt, erfährt Bank B über diese Kontoauszüge davon. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kontoauszüge durch einen Sachbearbeiter oder einen digitalen Kontocheck geprüft werden.

Reicht schon eine Rücklastschrift aus? Auch bei einem kleinen Betrag?

Das ist nicht einheitlich. Jede Bank definiert ihre eigenen Kriterien. Bei manchen Banken reicht tatsächlich eine einzige Rücklastschrift aus. Das sind häufig Banken mit besonders günstigen Zinssätzen, aber auch hohen Ansprüchen an die Kreditnehmer. Andere Banken akzeptieren auch 3, 4, 5 oder mehr Rücklastschriften pro Monat.

Doch es wird noch ein wenig komplizierter. Auch die Art der zurückgebuchten Lastschrift bzw. der Zahlungsempfänger spielt eine Rolle. Wenn Sie z.B. eine Rechnung vom Versandhändler nicht sofort bezahlen, ist das nicht so schlimm.

Sollten aber die Miete oder eine Kreditrate aufgrund fehlender Deckung zurück gebucht werden, sehen das Banken wesentlich kritischer.

Was ist bei Rücklastschriften, die der Bankkunde durch einen Widerspruch selbst zurückgibt?

Prinzipiell haben Sie als Bankkunde natürlich das Recht, einer Rücklastschrift zu widersprechen. Von diesem Recht können Sie guten Gewissens Gebrauch machen, wenn zum Beispiel ein Vertragspartner trotz wirksamer Kündigung weiter Gebühren abbucht.

Viele Sachbearbeiter sehen allerdings genauer hin. Wir haben es erlebt, dass die Bank-Bearbeiter nachrechnen und in Erfahrung bringen, warum der Kunde einer Lastschrift widersprochen hat. Wenn das zufällig an einem Tag war, an dem ohne Rückbuchung kein Guthaben oder Verfügungsrahmen mehr bestanden hätte, macht das einen schlechten Gesamteindruck. Schließlich verfahren tatsächlich manche Verbraucher so: Weil gerade kein Geld auf dem Konto ist und eine Rücklastschrift sofort gutgeschrieben wird, wird einfach im Onlinebanking widersprochen.

Außerdem hängt es davon ab, welche Lastschriften zurückgebucht werden. Eher ungünstig ist die Rückbuchung von Kreditraten. Wenn sich solche Vorfälle häufen, entsteht ein sehr schlechter Gesamteindruck.

Viele Kredite werden mit „digitalem Kontocheck“ vergeben. Erkennen die Algorithmen Rücklastschriften?

Ja. Das ist für die Algorithmen keine besonders schwierige Aufgabe.

Übrigens: bei manchen Banken taucht die Rücklastschrift als solche gar nicht auf dem Kontoauszug auf. Sie wird gewissermaßen in einer Vorstufe bereits storniert. Auch dann ist die Rücklastschrift jedoch für Sachbearbeiter und Algorithmen zu sehen: Anhand der dafür belasteten Rücklastschrift Gebühr.

Hand aufs Herz: Ist mit einer Rücklastschrift ein Ratenkredit noch möglich?

Das ist wohl die Gretchenfrage - und die ist grundsätzlich mit “Ja“ zu beantworten. Danach kommt aber ein großes „Aber“. Wenn der Antragsteller den Kredit sofort möchte, geht es nur bei einer Bank, die Rücklastschriften in den Annahmekriterien nicht vollständig ausschließt. Es muss zumindest ein gewisser Spielraum vorhanden sein. Den gibt es insbesondere, wenn weniger wichtige Rücklastschriften geplatzt sind und die Anzahl insgesamt nicht zu hoch ist. Also um es kurz zu machen: Je weniger Rücklastschriften es gab und je „unwichtiger“ diese waren, desto besser für den Kreditantrag.

Drängt die Zeit nicht ganz so, kann man warten und dann „unbelastete“ Kontoauszüge vorlegen.

Generell ist es immer wichtig, die Annahmekriterien der Bank zu kennen. Hier können wir als Vermittler in der Praxis helfen. Viele Kunden kommen zu uns und weisen uns frühzeitig auf die Rücklastschriften hin. Wird bei der falschen Bank angefragt, gibt es eine Ablehnung. Bei der richtigen Bank kann es mit der Zusage dennoch klappen.

Und wenn es nun passiert ist: Wie lange wird das gespeichert?

Für Anträge im Allgemeinen gilt: Die meisten Banken prüfen Kontoauszüge rückwirkend für einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen. Wer einwandfreie Kontoauszüge vorlegen muss, sollte also für diesen Zeitraum Rücklastschriften vermeiden.

Für einen 2. Anlauf bei einer Bank, die bereits einmal aufgrund Rücklastschriften abgelehnt hatte, gilt: Die Ablehnung kann durchaus gespeichert werden. Manche Banken sehen sich nur den aktuellen Antrag mit den aktuellen Unterlagen an. Andere führen eine Art Register mit Anfragen der jüngeren Vergangenheit. Wer hier geführt wird, erhält wahrscheinlich auch kurze Zeit später keinen Kredit.

Als Vermittler kennen wir die Vorgehensweise der einzelnen Institute. Wir wissen, bei welcher Bank ein neuer Antrag mit neuen Kontoauszügen möglich ist.

Könnte ich ein Zweitkonto für alle Lastschriften anlegen und damit das Problem umgehen?

Das wird in der Praxis so nicht funktionieren. Sachbearbeiter (und Algorithmen) prüfen auch, ob ein Konto wirklich eine übliche Lebensrealität abbildet. Wenn auf Ihrem Konto z.B. keine Versicherungsbeiträge abgebucht werden, kein Gehalt eingeht, sie keine Barverfügungen und Kartenzahlungen vornehmen, dann wird die Bank zusätzlich die Kontoauszüge eines anderen Kontos anfordern bzw. den Kredit ablehnen.

Gibt es noch andere Buchungen, die nicht auf dem Kontoauszug erscheinen sollten?

Ja, leider. Die Banken sehen sehr genau hin - sei es nun durch einen Sachbearbeiter oder einen Algorithmus. Auch hier gilt wieder das Peer-Group-Prinzip. Wer sich so verhält wie Menschen, die eher nicht mit Geld umgehen können, dem wird selbst unterstellt, dies nicht zu können.

Dass Zahlungen an Inkassobüros für die Kreditwürdigkeit eher schlecht sind, liegt auf der Hand. Das ist den meisten Kunden auch klar. Weniger klar ist vielen Menschen, dass auch Einzahlungen bei Gambling Anbietern (z.B. Online Casinos, Lotterien etc.) sich negativ auf die Bonität auswirken. Statistisch gesehen ist es scheinbar so, dass Verbraucher mit einer gewissen Affinität für Glücksspiel häufiger in Zahlungsrückstand geraten.

Auch auf die Barauszahlungen sollten Sie achten. Es sieht nicht besonders gut aus, wenn Sie täglich viele kleine Barauszahlungen tätigen. Dies spricht aus Sicht der Banken dafür, dass Sie Ihre Finanzen nicht im Griff haben. Auf Kontoauszügen sind auch der Ort und die Uhrzeit zu einer Barverfügung zu sehen. Viele nächtliche Barverfügungen sind eher hinderlich.

Auslandsüberweisungen werden oftmals auch kritisch gesehen. Banken fragen sich dann, wohin das Geld fließt. Befindet sich der Antragsteller möglicherweise in einer unsteten Lebensphase? Steht ein Umzug ins Ausland bevor? Eine Scheidung oder Familiengründung?

Können Sie als Kreditvermittler Verbrauchern helfen?

Ja und das sehr oft. Das ist das Positive. Und auch das Unglaubliche: Einerseits könnte man denken, dass immer mehr Entscheidungen bei Banken digitalisiert und standardisiert sind. Tatsächlich gibt es aber immer noch himmelweite Unterschiede bei der Beurteilung von Antragstellern. Wenn man den Antrag bei der richtigen Bank einreicht, sind die Chancen sehr gut. Wir wissen für jedes Antragsteller-Profil eine Lösung.

Viele unserer Kunden haben es sehr eilig. Das kann ich gut verstehen: Heute muss ja alles schnell gehen. Und Vergleichsportale etc. suggerieren hier, dass diese Geschwindigkeit bei Krediten auch tatsächlich erhältlich wäre. In der Praxis gibt es diese Geschwindigkeit nur für einen Teil der Antragsteller. Und nur für einen noch kleinen Bruchteil lässt sich die schnelle Auszahlung auch mit günstigen Konditionen kombinieren.

Mein Team und ich erklären unseren Kunden dann, warum die detaillierte Vorbereitung eines Antrags richtig ist.

Was hilft es Ihnen, wenn Sie in 5 Minuten einen Antrag durchlaufen .. und weitere 2 Minuten später eine Ablehnung erhalten?

Wenn ein Kredit für einen Antragsteller möglich ist, können wir als Vermittler dies auch realisieren. Die Kunden schaffen dies auf eigene Faust oft nicht.

Christoph zur Nieden - Geschäftsführer creditolo GmbH - Können Sie als Kreditvermittler Verbrauchern helfen?
Christoph zur Nieden - Geschäftsführer creditolo GmbH - Können Sie als Kreditvermittler Verbrauchern helfen?

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Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag wurde sorgfältig recherchiert und gibt den Sachstand vom 16.12.2021 wieder. Neuere Entwicklungen sind im Beitrag nicht berücksichtigt. Eine Haftung für Inhalte wird nicht übernommen.

Kommentare zu diesem Beitrag

Azizullah S. schrieb am 16.01.2022 um 21:27 Uhr:
Guten Tag, ich bitte Sie, diesen Kredit schnellstmöglich für mich umzusetzen, vielen Dank
[Überprüfung ausstehend] Azizullah S. schrieb am 16.01.2022 um 21:26 Uhr:
Guten Tag, ich bitte Sie, diesen Kredit schnellstmöglich für mich umzusetzen, vielen Dank

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Über diesen Beitrag

Veröffentlicht am: 16.12.2021

Abrufe: 4050

Schlagwörter: Rücklastschrift, Kreditkiller, Girokonto

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