Eine andere Interpretation lassen die jüngsten Testergebnisse nicht zu

Finanztest: Kreditberatung bei Banken verheerend

Die Bankberatung bei Krediten ist sagenhaft schlecht. Eine andere Interpretation lassen die jüngsten Testergebnisse der Stiftung Warentest nicht zu. Falsche Schufa-Anfragen und aufgezwungene Zusatzversicherungen verschlechterten die Bonität der Kundschaft und bürden ihr hohe Kosten auf. Die gesetzlichen Vorgaben halten die meisten Banken ebenfalls nicht ein.

Die Stiftung Warentest hat 23 Testpersonen bei zwölf Banken jeweils fünf Gespräche führen lassen. Alle Testpersonen waren kreditwürdig und gaben vor, einen Kredit über 4.000 Euro zu benötigen. Kein einziges der untersuchten Kreditinstitute erfüllte dabei seine Aufgaben. Die beiden besten Institute wurden als „ausreichend“ eingestuft. Zusätzlich wurden durch die Finanztest-Redaktion Kreditangebote auf den Internetseiten von Direktbanken eingeholt.

"Erschreckt" zeigte sich die Stiftung Warentest vor allem aufgrund der fehlenden, gesetzlich vorgeschriebenen Informationen für die Testpersonen. Der Gesetzgeber schreibt die Aushändigung dieser Informationen vor, damit Verbraucher verschiedene Angebote besser vergleichen können. Noch schlimmer: Durch falsche Informationsübermittlungen an die SCHUFA wurde die Bonität der Testpersonen beschädigt. Dass Verbraucher damit im Bankgespräch rechnen müssen, ist nicht neu – und deshalb ein umso stärkerer Kritikpunkt.

Bonität fällt von B auf H

Falsche SCHUFA-Anfragen kommen zustande, wenn der Bankberater im Gespräch Bonitätsinformationen zum Kunden bei der SCHUFA einholt und diese falsch deklariert. Korrekterweise würde das Merkmal "Kreditkonditionen" übermittelt. In diesem Fall wirkt sich die Anfrage nicht auf die Bonität des Kunden aus. Nach Angaben der Stiftung Warentest wurden auch die Merkmale "Kreditanfrage" und "Girokontoanfrage" übermittelt. Eine Bank teilte der SCHUFA sogar mit, der Kredit sei ausbezahlt worden.

Für eine der Testpersonen hatte der Schlendrian gravierende Folgen. Die Bonitätseinstufung der Person sank von B auf H und damit um sechs Stufen. Eine derart gravierende Herabstufung führt erstens zu schlechteren Kreditkonditionen und kann zweitens zu unnötigen Kreditabsagen führen. In dem Test kam es in insgesamt elf Fällen zu fehlerhaften Anfragen – wer einen Kredit beantragt, muss also mit einem solchen Vorfall rechnen. Das gilt auch für Kreditanträge bei Direktbanken.

Im Hinblick auf die Aushändigung der gesetzlich vorgeschriebenen Informationen (Europäische Standardinformation für Verbraucherkredite) schnitten Direktbanken besser ab als ihre Konkurrenten mit Filialnetz. Das ist vor allem auf die Abwesenheit einer Berater-Intervention zurückzuführen: Die Informationen werden automatisch versendet, ohne dass ein Mitarbeiter daran denken muss. Von den zwölf Filialbanken schafften es lediglich zwei, die vorgeschriebenen Informationen in immerhin 60 Prozent der Fälle auszuhändigen. Die anderen zehn Banken unterließen dies überwiegend oder sogar immer.

Unnötige Zusatzprodukte

Dass im Beratungsgespräch regelmäßig am Bedarf des Kunden vorbei verkauft wird, ist längst eine Binsenweisheit. Die Untersuchung der Verbraucherschützer lässt darauf schließen, dass sich daran wenig geändert hat. Die Stiftung Warentest bemängelt, einige Berater hätten auf den Abschluss einer Restschuldversicherung beharrt.

Der Effektivzins kann sich durch den Abschluss leicht verdoppeln. Bank und Berater kassieren eine hohe Provision für die Vermittlung der Versicherung – und gleichzeitig sinkt das Kreditausfallrisiko der Bank. Für Kreditnehmer ist der Versicherungsschutz insbesondere bei Kleinkrediten hingegen verzichtbar. Die Kreditentscheidung darf ohnehin nicht abhängig vom Abschluss der Versicherung gemacht werden.

Einige Berater in der Untersuchung gingen sogar noch weiter und boten Spar- und Anlageprodukte an – für Verbraucher, die sich einige tausend Euro leihen, in aller Regel keine brauchbare Lösung. Einer der Testpersonen wurde auch ein Bausparvertrag vorgeschlagen. Direktbanken setzen ebenfalls auf „Cross Selling“ der besonderen Art. Bei vielen Banken müssen Antragsteller selbst aktiv werden, um den Abschluss einer Restschuldversicherung zu verhindern, weil die Voreinstellungen dies vorsahen.

Die Untersuchung belegt einmal mehr: Wer qualitativ hochwertige und individuelle Beratung benötigt, ist bei den meisten Banken nicht gut aufgehoben. Eine bessere Betreuung gewährleisten Kreditvermittler.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Beitrag wurde sorgfältig recherchiert und gibt den Sachstand vom 23.05.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind im Beitrag nicht berücksichtigt. Eine Haftung für Inhalte wird nicht übernommen.


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Veröffentlicht am: 23.05.2012

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Schlagwörter: Banken, Kreditberatung, Testergebnisse, Stiftung Warentest

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